Bischöfin i.R. Maria Jepsen - Lebenslauf
Maria Jepsen wurde am 19.1.1945 in Bad Segeberg geboren und besuchte dort die Schule. Nach dem Abitur 1964 studierte sie Altphilologie und Evangelische Theologie in Tübingen, Kiel und Marburg. 1970 beendete sie ihr Universitätsstudium mit dem Ersten Theologischen Examen in Kiel und ging ins Vikariat nach Lemsahl-Mellingstedt an den Stadtrand Hamburgs. Während dieser Zeit heiratete sie den Vikar Peter Jepsen. 1972 legte sie ihr Zweites Theologisches Examen in Kiel ab.
Mit ihrem Mann ging sie 1972 als Gemeindepastorin nach Meldorf (Dithmarschen) und wechselte 1977 nach Leck, wo sie bis 1990 blieb. 1991 wurde sie Pröpstin im Kirchenkreis Hamburg-Harburg. Am 4. April 1992 wählte sie die Synode der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche zur Bischöfin für den Sprengel Hamburg. Sie war damit die erste lutherische Bischöfin der Welt. 2002 wurde sie für weitere zehn Jahre in ihrem Amt bestätigt.
Maria Jepsen ist seit 1991 Mitglied der EKD-Synode und des Ausschusses Diakonie, Mission, Ökumene, seit 1992 Vorsitzende des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland. Seit 1998 ist sie Vorsitzende des Kuratoriums der Missionsakademie Hamburg, im Juli 2003 wurde sie Mitglied im Rat des Lutherischen Weltbundes. Außerdem ist sie 2005 in den Vorstand der Deutschen Seemannsmission gewählt worden.
Frömmigkeit und Stärkung der Gemeinde sind für sie vorrangige Themen. Ihr liegt daran, die biblische Begründung kirchlichen Handelns erkennbar zu machen und im säkularen Raum zu vermitteln. Sie möchte den öffentlichen Diskurs um die christliche Weltsicht erweitern und pflegt den Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen. Die Aufgabe der Kirche sieht sie darin, Stimme der Stummen zu sein und zugleich das Wort zu erheben für das Heilige, für den Sonntag, die Gottesdienste, die Kirchräume und für den Religionsunterricht.
Besondere inhaltliche Schwerpunkte ihres Amtes sind die Diakonie, die Ökumene und die interreligiösen Begegnungen. In Hamburg hat sie das Interreligiöse Forum initiiert, in dem Vertreter verschiedener großer und kleiner Religionsgemeinschaften der Hansestadt regelmäßig zusammenkommen. Sowohl im ökumenischen wie auch im säkularen Kontext versucht sie, die Rolle der Frauen zur Sprache zu bringen.
Im gesellschaftlich-politischen Leben mahnt sie verstärkt christliche Werte und Orientierung an und bringt diese in die öffentliche Diskussion ein, z.B. für Bettler und Flüchtlinge, für Gedenkstätten und Kindertagesstätten, für Homosexuelle und andere Diskriminierte.
Am 16. Juli 2010 erklärte Maria Jepsen ihren Rücktritt vom Amt der Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck.
Zentrale Auskunft
Amt für Öffentlichkeitsdienst
Königstraße 54
22767 Hamburg
Tel.: 040 30620-1100
afoe@nordelbien.de
www.afoe-nordelbien.de
Verfassung, Gesetze, Verordnungen
Die Online-Ausgabe der Rechtssammlung "Das Recht der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche" ist kostenfrei verfügbar.
Die Kontaktdaten für die Bestellung lauten:
Sekretariat des Dezernates R (Recht, Archiv)
- Nordelbisches Kirchenamt -
Dänische Straße 21-35
24103 Kiel
Telefon: 0431 9797-851/-769
Fax: 0431 9797-869
E-Mail: recht.nka@nordelbien.de
