„Goldene Giraffe“ für entwicklungspolitisches Engagement
17.01.2008 | Nordelbien/Hamburg (nr). Der alle zwei Jahre ausgeschriebene „Eine-Welt-Preis“ der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Synode hat sich etabliert: Wieder ist die Zahl der eingereichten Beiträge beachtlich.
In 42 Einsendungen wurde das entwicklungspolitische Engagement der Bewerberinnen und Bewerber deutlich. Für die Jury - wie schon in den Vorjahren - eine große Herausforderung, einerseits den Einsatz für eine gerechtere Welt zu würdigen und andererseits zur Weiterarbeit zu ermutigen. Unter dem Slogan „Es geht doch: fair, menschlich, solidarisch“ beschäftigten sich die eingereichten Beiträge unter anderem mit der Situation der Flüchtlingskinder, mit der medialen Umsetzung von Themen wie Armut und Kinderarbeit und mit dem fairen Handel.
Der Präsident der Nordelbischen Synode, Hans-Peter Strenge, würdigte - am Vortage eines Festes für alle Teilnehmer und Organisatoren - die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Arbeit „als Zeichen eines ökumenisch-entwicklungspolitischen Bewusstseins. Wir zeichnen Menschen aus, die sich mit Phantasie, Kreativität und Hingabe für mehr Gerechtigkeit in der Welt einsetzen und dabei beispielhaftes und Neues geleistet haben“, sagte Strenge.
Die Jury vergibt in diesem Jahr drei Haupt- und zwei Ehrenpreise. Neben Geldpreisen erhalten die Ausgezeichneten die aus Muhulu-Holz geschnitzte „Goldene Giraffe“, gefertigt in dem Ausbildungs- und Beschäftigungsprojekt Bombululu im kenianischen Mombasa.
Der mit 1 500 Euro dotierte 1. Preis geht an das Südafrika-Partnerschaftskomitee des Kirchenkreises Pinneberg für sein Projekt "A taxi to life". Im Rahmen der seit 20 Jahren bestehenden Partnerschaft des Kirchenkreises mit lutherischen Gemeinden in Pietermaritzburg in Südafrika stand die gemeinsam geplante und durchgeführte Erarbeitung eines Musicals im Mittelpunkt der diesjährigen Begegnung.
Der 2. Preis (1 000 Euro) geht an das Büro für Kultur- und Medienprojekte, Hamburg, für das Projekt: KinderKulturKarawane. Darin treten Kinder- und Jugendkulturgruppen aus Afrika, Asien und Lateinamerika im Rahmen kleiner Tourneen auf. Themen wie Armut, Gewalt, AIDS, Kinderarbeit, Straßenkinder, Kinderrechte werden mit hoher künstlerischer Qualität auf die Bühne gebracht.
Für den mit 500 Euro dotierten 3. Preis nominierte die Jury den Runden Tisch Blankenese. Deren mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen regelmäßig Angebote für die Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft in Blankenese. Besonders liegt dem Runden Tisch die Situation der Flüchtlingskinder am Herzen.
Zwei Ehrenpreise vergibt die Jury an den Weltladen Verein „ Eine Welt für Alle e.V. in Norderstedt sowie an die „Faire Tafelrunde“ der Kampagne „Hamburg 2007 mal fair“.
Alle eingereichten Projekte sowie die Preisträgerinnen und Preisträger werden am Freitag, 18. Januar, um 19 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung in der Christianskirche Hamburg-Ottensen vorgestellt. Zu diesem Fest laden der Kirchliche Entwicklungsdienst und die Nordelbische Synode auch die interessierte Öffentlichkeit ein.
„Besonders freuen würde uns, wenn wir Hamburger Medien gewinnen könnten, für den „Eine-Welt-Preis“ und das entwicklungspolitische Engagement so vieler Menschen eine Partner- oder Schirmherrschaft mit uns einzugehen“, sagte Hans-Peter Strenge.
Die offizielle Verleihung der Preise erfolgt am Sonnabend, 8. Februar, im Rahmen der Tagung der Nordelbischen Synode im Rendsburger Christophorushaus.
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