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Werkezentrum Hamburg heißt jetzt Dorothee-Sölle-Haus

Nordelbisches Zentrum für Kirche und Diakonie in Altona ehrt Hamburger Theologin

30.09.2005 | Hamburg (nr). Eingeweiht wurde das Werkezentrum der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Hamburg-Altona bereits am 31. Mai dieses Jahres, seinen Namen erhält es am heutigen Freitag: „Dorothee-Sölle-Haus“.

Die bis zu ihrem Tod vor zweieinhalb Jahren in ihrer Wahlheimat Hamburg lebende Theologin und Schriftstellerin Dorothee Sölle erfährt durch die Namensgebung eine weitere Ehrung in der Hansestadt. 1994 wurde sie von der Universität Hamburg als Ehrenprofessorin ausgezeichnet.

In einer Feierstunde am Vormittag im Werkezentrum Schillerstraße/Königstraße sagte die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen: „Dorothee Sölles biblische Klarheit, ihre Wahrheitsliebe und ihre Menschenfreundlichkeit machen uns Mut. Wir sehen uns in diesem nordelbischen Zentrum verpflichtet, unseren Glauben weiter zu geben, mit Worten und Taten, in die Nähe und Ferne, und in allem kritisch zu erspüren, wo wir vom Evangelium herausgefordert sind.“ Die Erinnerung an Dorothee Sölle weise uns hin auf die uns aufgetragene Solidarität mit den Benachteiligten, die Schönheit der Schöpfung und die Heiligkeit und Barmherzigkeit Gottes,“ so die Bischöfin weiter.

In der Feierstunde, an der auch der Ehemann der Geehrten, Prof. Dr. Fulbert Steffensky teilnahm, wurde eine Gedenktafel enthüllt, auf der die Besucherinnen und Besucher im Foyer des Gebäudes über das Leben und Wirken von Dorothee Sölle informiert werden. Der eingravierte Text schließt mit den Sätzen: „Theologie und Kir-che verdanken Dorothee Sölle entscheidende Anstöße. Ihre Gedanken und Visionen bleiben eine Herausforderung.“

In dem Gebäude mit seinen 22 bisher an unterschiedlichen Orten in der Hansestadt untergebrachten Diensten und Werken werden jährlich etwa 50.000 Menschen zu Beratungen, zu Sitzungen oder zu Veranstaltungen erwartet. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 8000 Quadratmetern wurden 150 Büros eingerichtet. Dazu gibt es acht kleine Tagungsräume sowie einen großen Sitzungssaal .

Für die Hamburger Bevölkerung ist die Adresse in Altona schon seit zehn Jahren ein Begriff. Neben dem Diakonischen Werk sind in dem Gebäudekomplex folgende Einrichtungen untergebracht: Büros des Kirchenkreisverbandes Hamburg mit dem Medienbüro und dem Amt für Kirchenmusik, das Jugendpfarramt Hamburg, das Synodenbüro, das Steuerdezernat, der Evangelische Presseverband, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, die Flüchtlingsbeauftragte, der ökumenische Arbeitszweig der Evangelischen Studentengemeinde und die Blindenseelsorge. Ferner das Pädagogisch-Theologische Institut (pti), die Sekten- und Weltanschauungsbeauftragte und die Arbeitsstelle Hamburg des Nordelbischen Frauenwerks.

Der Presseverband und das bisher im Stadtteil Rotherbaum ansässige Amt für Öffentlichkeitsdienst werden künftig Tür an Tür arbeiten. Besondere Synergien entstehen durch das neue Bibliotheks- und Medienzentrum, das aus dem pti mit seiner großen Mediothek für Religions- und Sozialkundeunterricht, der Kirchenbibliothek, der Kirchenmusikbibliothek und dem Kirchlichen Kunstdienst gebildet wird.

Auch der Gemeindedienst Nordelbiens ist nach seinem Umzug aus dem Stadtteil Bahrenfeld jetzt hier zu Hause. Seine Arbeit wird durch die Pfarrstelle für Pastoralpsychologie und das Gottesdienstinstitut ergänzt.

Das Nordelbische Zentrum für Kirche und Diakonie hat die Anschrift: Königstraße 54, 22767 Hamburg und ist über die zentrale Rufnummer 040/30620-0 zu erreichen.



 

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  • Datum 30.09.2005
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