Radfernweg "Mönchsweg" von Glückstadt bis Fehmarn
27.02.2006 | Kiel (epd). Ein neuer Radfernwanderweg quer durch Schleswig-Holstein soll künftig Glückstadt (Elbe) mit der Ostsee-Insel Fehmarn verbinden.

www.moenchsweg.de
Der "Mönchsweg" folgt mit seinen Stationen in Bad Segeberg, Bornhöved und Oldenburg weitgehend den Kirchengründungen im Norden. Die Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter wird als Schirmherrin das Projekt am Freitag (3. März) in Bad Segeberg vorstellen. Im Frühjahr 2007 soll der Mönchsweg eröffnet werden.
Insgesamt 343 Kilometer ist der Mönchsweg lang. Als thematischer Radwanderweg spiegele er die schleswig- holsteinische Kirchengeschichte wider, sagt Pastor Jörg Fenske vom Amt für Öffentlichkeitsdienst. "Wer dem Mönchsweg folgt, wandelt gleichsam auf den Spuren der Christianisierung des Nordens." 46 Kirchen sind an der Strecke zu finden. Neben Klöstern und Burgplätzen führt der Weg auch durch den Naturpark Holsteinische Schweiz und streift die Wildparks Eekholt und Trappenkamp.
Die Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro teilen sich das Land, die EU und die politischen Gemeinden. Der Mönchsweg orientiert sich vor allem an vorhandenen Radwegen und verbindet die bestehenden Strecken Ochsenweg, Westküsten- und Ostseeküstenweg. Zwölf Bahnhöfe machen die Strecke auch für Tagesausflügler interessant. 461 Schilder sind geplant, meist sind aber nur Zusatzhinweise an vorhandenen Hinweisschildern notwendig. Das neue Logo ähnelt dem Kirchen-Logo, das für geöffnete Kirchen in Touristenregionen wirbt.
Die Christianisierung nördlich der Elbe begann im 8. Jahrhundert durch angelsächsische Mönche und später durch den Hamburger Erzbischof Ansgar (801-865). 948 wurden dann die Bistümer Schleswig, Ribe und Arhus gegründet. Die Holsten, Stormarner und Dithmarscher wurden fast vollständig zum Christentum bekehrt. Die dritte Missionswelle geht auf den Apostel Vicelin zurück, der nach Neumünster und Segeberg 1138 Kirchen in Bornhöved und Bosau gründete. Zehn Jahre später wurde das Bistum Oldenburg gegründet, deren Bischofssitz 1160 nach Lübeck verlegt wurde. Um 1230 war die Christianisierung abgeschlossen.
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